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Stadt will den Titel „Fair Trade Town“ verdienen

Es sind die Schattenseiten der Globalisierung und unseres unstillbaren Konsumhungers: Bauern, die für Hungerlöhne Kaffee- und andere Plantagen bewirtschaften, Kinder, die schon früh schuften müssen, um die Familie zu ernähren. Das Konzept „Fair Trade“ („fairer Handel“) soll dem entgegensteuern und für gerechte Bezahlung und bessere Lebensbedingungen in ärmeren Ländern zu sorgen. Auch dank eines Vortrags, den P-Seminaristen des JGG in der jüngsten Stadtratssitzung gehalten haben, hat sich nun die Stadt Waldkirchen dazu entschlossen, im doppelten Wortsinn fair zu handeln und sich den Titel „Fair Trade Town“ zu verdienen.

Die drei Schülerinnen Meike Schüll, Annalena Altendorfer und Anna Krenn und ihre Lehrerin Birgit Süßke, die das P-Seminar „Fairer Handel“ leitet, haben das Konzept und das bereits Geleistete – vor allem das erfolgreiche Projekt „Stadtschokolade“ – vorgestellt. Dazu erklärten sie, was eine Stadt tun muss, um den Titel „Fair Trade Town“ zu verdienen. Besonders wichtig: Es braucht einen Ratsbeschluss. Die Stadt muss es sich zum Ziel machen, fairen Handel zu unterstützen.

Nach dem Vortrag gab es Applaus von allen Ratsmitgliedern. „Ihr könnt stolz sein auf das, was ihr geleistet habt“, sagte dann Stadträtin Renate Cerny, und die Stadt sei es auch. Das Gremium machte sogleich Nägeln mit Köpfen: Auf Antrag von Hans Draxinger wurde umgehend ein neuer Punkt auf die Tagesordnung gesetzt, eine Beschlussvorlage war schnell formuliert. Einstimmig beschloss der Stadtrat, die Kampagne zu unterstützen und sich um den Titel „Fair Trade Town“ zu bemühen.