Gesellschafterversammlung des IGZ
23. Juli 2021
Erlass der Außenbereichssatzung „Neidlingerberg Süd-Ost“: Bekanntmachung Aufstellungsbeschluss und Beteiligung der Öffentlichkeit
26. Juli 2021

Bürgermeister Pollak verabschiedet Michaela Meindl

Nach der Bauausschusssitzung fand  die Verabschiedung von Michaela Meindl statt.
Hier die Abschiedsrede von Bürgermeister Heinz Pollak:
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Michaela Meindl,
zuerst einmal entschuldige ich mich, dass ich zu spät gekommen bin, aber die um 18 Uhr geplante Bauausschusssitzung war seit Monaten geplant.
Trotzdem war und ist es für mich wichtig heute unsere Seniorenheim Leiterin Michaela Meindl zu verabschieden.
2013 war ich im damaligen Bürgermeister-Wahlkampf das erste mal im Seniorenheim und wurde damals von Michaela Meindl durch das sanierungsbedürftige Haus geführt. Schon damals betonte sie immer wieder, wie sehr ihr das Haus am Herzen liege und wie dringend notwendig eine Sanierung oder ein Neubau sind. Ich sagte ihr in unserem ersten Gespräch nach der Wahl im Jahr 2014 meine vollste Unterstützung im Bezug auf einen Neubau zu.
Michaela Meindl öffnete das Haus in ihrer Leiterzeit für die Öffentlichkeit. Es wurde zahlreiche Feste, wie das Oktoberfest, Sommerfest, verschiedene Feiern und mehr eingeführt, die dazu führten, dass das Seniorenheim aktiv in das Stadtleben integriert wurde. Dass die Senioren seit einigen Jahren auch aktiv am Volksfest Aufzug teilnehmen freut mich sehr und haben wir auch Michaela Meindl zu verdanken. Durch ihre fröhliche und offene Art konnte sie viele Waldkirchnerinnen und Waldkirchner überzeugen, aktiv ehrenamtlich im Heim mitzuarbeiten. Dies führte auch dazu, dass wir zusammen mit Michaela, Diakon Kontad Niederländer, den Ehrenbürgern unsere Stadt Minsignore Alfred Ebner, Franz Huber und Heinrich Schmidhuber, sowie mehreren anderen Aktiven beim Bischof einen Termin bekamen, in dem wir die Notwendigkeit eines Neubaus nochmals betonten. Zum Schluss entschied die Caritas ein neues Heim am Karoli zu bauen, das vor 1 1/2 bezogen werden konnte.
Aufgeschlossen war Michaela Meindl auch, als es darum einen Freundeskreis zu gründen. Mit der aktiven und quirligen Lieselotte Reichel war schnell eine Vorsitzende für den Freundeskreis gefunden und Michaela Meindl war allen Vorschlägen stets offen gegenüber gestanden. So wurde vom Freundeskreis die nun jährlich stattfindende Wunschbaumaktion ausgeführt.
Die letzten Monate waren sicherlich die anstrengendsten. Corona hat die Welt verändert und hat auch die Menschen verändert. Abstand, Isolation, Quarantäne, alles Begriffe, die man in St. Gisela bisher nicht kannte, musste sie nun umsetzen. Nervenaufreibende Diskussionen mit Angehörigen, Personal und sicherlich auch Bewohnern standen nun auf der Tagesordnung. Als Leiterin musste sie Dinge umsetzen, die ihr such schwer fielen. Wir beiden haben oft dazu telefoniert und unser gegenseitiges Leid geklagt, Dinge umsetzen zu müssen, die wir selbst nicht mehr verstanden.
12 Jahren leitete Michaela Meindl das Seniorenheim St. Gisela mit viel Einsatz. Für die Heimleiterin war ihre Tätigkeit schon immer nicht nur ein Job, sondern vielmehr eine Berufung gewesen. Michaela Meindl leitete das Heim über das normale Maß hinaus. Sie öffnete es und trug zum kulturellen Leben unserer Stadt bei. Michaela Meindl sagte einmal zu mir: Ich führe das Haus so, dass ich auch selbst als Senioren dort reingehen würde. Dies merkte man und dafür gebührt uns unser aller Dank.
Liebe Michaela, mich persönlich macht es sehr traurig, dass du Waldkirchen verlässt. Ich danke dir für eine unkomplizierte, freundschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Im Namen des Stadtrats, aller Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, aber auch persönlich wünsche ich dir für deine Zukunft alles Gute, viel Glück, Erfolg, Zufriedenheit, Gesundheit und gottes Segen.
Danke für alles, was du für uns gemacht hast!