Erlass der Ergänzungssatzung „Karlsbach-Bahnhof“: Bekanntmachung Satzungsbeschluss
1. April 2021
Änderung Flächennutzungsplan durch Deckblatt Nr. 119: Beteiligung der Öffentlichkeit
3. April 2021

Aufstellung des Bebauungsplanes „Am Zauberwald“: Beteiligung der Öffentlichkeit

Vollzug der Baugesetze;
Aufstellung des Bebauungsplanes „Am Zauberwald“
Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 2 BauGB

Der Stadtrat der Stadt Waldkirchen hat in der Sitzung vom 29.07.2020 gemäß § 2 Abs. 1 BauGB die Aufstellung des Bebauungsplanes „Am Zauberwald“ beschlossen. In der Zeit vom 21.12.2020 – 29.01.2021 fand die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gem. § 3 Abs. 1 BauGB statt. Die frühzeitige Fachstellenbeteiligung gem. § 4 Abs. 1 BauGB fand im Zeitraum vom 21.12.2020 – 19.02.2021 statt. Den Trägern öffentlicher Belange wurden die Unterlagen zur Stellungnahme vorgelegt.
In der Sitzung vom 17.03.2021 hat sich der Stadtrat mit den eingegangenen Bedenken und Anregungen der Fachstellen und der Bürger befasst. Es wurde beschlossen, den Planentwurf entsprechend anzupassen und auszulegen.
Der Geltungsbereich beschränkt sich auf eine Teilfläche der Flur-Nr. 408, Gemarkung Waldkirchen. Die Gesamtfläche des räumlichen Geltungsbereichs beträgt ca. 0,679 ha. Das Plangebiet liegt ca. 950 m südlich des Stadtkerns von Waldkirchen im Bereich der VdK-Heim-Straße. Das Gebiet wird im Norden durch die bestehende Wohnbebauung begrenzt. Im Osten wird das Plangebiet durch die bestehende Bebauung sowie die VdK-Heim-Straße begrenzt. In südlicher Richtung grenzt der Waldbereich des Landschaftsschutzgebietes „Bayerischer Wald und im Westen der bestehende Mischwald an das Plangebiet an.
Ziel und Zweck der Planung ist die Schaffung von Wohnbauland im Bereich Waldkirchen-Mitte. Die Aufstellung des Bebauungsplanes „Am Zauberwald“ dient dazu, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine neue Wohnbebauung zu erreichen. Für den Geltungsbereich soll ein allgemeines Wohngebiet „WA“ mit sieben Bauparzellen und entsprechender Nutzungsfestsetzung ausgewiesen werden. Die Aufstellung des Bebauungsplanes und die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes erfolgt im Parallelverfahren nach § 8 Abs. 3 BauGB.

                   

Luftbild                                                                                                 Geltungsbereich

Folgende Arten umweltrelevanter Informationen sind zur Planung verfügbar:

Schutzgut Information Auswirkungen / Erheblichkeit
Tiere, Pflanzen und ihre Lebensräume Die Flächen des Geltungsbereiches grenzen im Westen an einen bestehenden Mischwald an, wobei Teile des Mischwaldes in der Biotopkartierung eingetragen sind. Biotopkartierungen sind auch im südlichen Bereich anzutreffen und teilweise auch im nördlichen Bereich. Diese Biotopstrukturen werden jedoch nicht berührt. Im südlichen Bereich befinden sich Bäume und Sträucher. Bei der Ausweisung der neuen Baurechtsflächen für ein Allgemeines Wohngebiet kommt es zur Versiegelung von bisher unbefestigten Flächen. Es wird aber eine GRZ von 0,3 festgesetzt. Da im Änderungsbereich keine schutzwürdigen Tiere und Pflanzen vorhanden sind, kann man davon ausgehen, dass bei der Schaffung von neuen Gärten bei den einzelnen Häusern neue Ökostrukturen geschaffen werden. Diese Grünordnungen werden in diesem Bebauungsplan festgesetzt. Die im südlichen Bereich gelegenen Bäume können laut Aussage vom Forstamt für die südliche Einfahrt gefällt und gerodet werden. Ein Großteil der Bäume muss jedoch als Randeinfassung stehen bleiben. Die Erheblichkeit der zu erwartenden Auswirkung auf das Schutzgut kann als mittel bewertet werden.
Boden Im Änderungsbereich bestehen Vorbelastungen durch regelmäßige Bodenbearbeitung im Rahmen der landwirtschaftlichen Nutzung. Beim Allgemeinen Wohngebiet wird der Oberboden im Bereich der Gebäude verändert. Der bestehende Oberboden ist jedoch wieder der Gartenfläche zuzuführen. Es dürfen nur max. 30% der Grundstücksfläche versiegelt werden. Von einer mittleren Erheblichkeit ist auszugehen.
Wasser Im Änderungsbereich befinden sich keine Oberflächengewässer. Das Gebiet befindet sich in keinem ausgewiesenem Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebiet. Es finden Versiegelungen statt im Bereich der geplanten Gebäude. In den textlichen Festsetzungen wird festgelegt, dass Oberflächenwasser gesammelt und für Gartenbewässerung/Toilettenspülung benutzt werden muss. Außerdem wird für jede Bauparzelle eine Zisterne festgesetzt. Dadurch wird durch die großflächige Versickerung des Niederschlagswassers dem Naturhaushalt das Oberflächenwasser wieder direkt zugeführt. Die Auswirkungen auf das Schutzgut sind von mittlerer Erheblichkeit.
Klima / Luft Für das Gebiet liegen keine spezifischen Klimadaten vor. Zeitweise ist eine Belastung durch Pflanzenschutzmittel in Verbindung mit der landwirtschaftlichen Nutzung verbunden. Der Änderungsbereich ist eine kleine Fläche ohne kleinklimatisch wirksame Luftaustauschbahnen. Die Schadstoffbelastung durch Kraftfahrzeug-Verkehr ist als mittlere Erheblichkeit zu betrachten: die VdK-Heim-Straße besteht bereits; die geplante Wohnstraße dient lediglich dem Anliegerverkehr für 4 Bauparzellen und erhält eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Positiv zu vermerken sind die Festsetzungen bezüglich Grünordnung. Insgesamt ist von einer mittleren Erheblichkeit auszugehen.
Landschaftsbild Bisher handelt es sich um eine Intensivbewirtschaftung von einer Wiese und im nördlichen Bereich von einem Waldkindergarten-Gebäude. Diese Flächen sind einsehbar. Der Eingriff in das Landschaftsbild wird beeinträchtigt. Neben den geplanten Gebäuden müssen Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Dies wird in den textlichen Festsetzungen der Grünordnung festgelegt. Die neuen Baurechtsflächen schließen direkt an Wohnbebauungen an. Die Auswirkungen auf das Schutzgut können als mittlere Erheblichkeit beurteilt werden.
Mensch Durch die landwirtschaftliche Nutzung besteht eine Vorbelastung (Pflanzenschutzmittel, sehr regelmäßige Bewirtschaftung) Insgesamt sind also die Auswirkungen auf das Schutzgut als mittlere Erheblichkeit zu beurteilen.
Kultur- und sonstige Sachgüter Im Änderungsbereich sind keine Kultur- oder sonstige Sachgüter wie Boden- oder Baudenkmäler vorhanden. Nicht betroffen.

Der hierzu erstellten Planung samt Anlagen liegt zusammen mit dem Entwurf des Umweltberichtes und der Begründung gem. § 2 Abs. 4 und § 2a BauGB in der Zeit vom

12.04.2021 bis einschließlich 28.05.2021

im Bauamt der Stadt Waldkirchen, Rathausplatz 1, 94065 Waldkirchen, Zimmer 2.25, während der üblichen Dienstzeiten öffentlich aus. Stellungnahmen können während der Auslegungsfrist schriftlich, zur Niederschrift oder in elektronischer Form abgegeben werden. Aufgrund der aktuell bestehenden Covid-19 Pandemie und der damit zusammenhängenden Einschränkungen ist eine Einsichtnahme im Rathaus nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter 08581/202-24 möglich.

Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über die Aufstellung des Bebauungsplanes unberücksichtigt bleiben können, sofern die Stadt Waldkirchen deren Inhalt nicht kannte oder nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit der Satzung nicht von Bedeutung ist.

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage des Art. 6 Abs. 1 Buchst. E) DSGVO i.V.m. § 3 BauGB und dem BayDSG. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Formblatt „Datenschutzrechtliche Informationspflichten im Bauleitplanverfahren“ das ebenfalls öffentlich ausliegt.

 

Waldkirchen 03.04.2021
Stadt Waldkirchen

Heinz Pollak
1. Bürgermeister


Datenschutzrechtliche Informationspflichten im Bauleitplanverfahren

Entwurf BPlan Am Zauberwald